Rattan pflegen

Rattan-Möbel pflegen und reinigen: So bleibt Naturrattan lange schön

Rattan-Möbel bringen Natürlichkeit und eine angenehme Leichtigkeit in die Wohnung. Ein geflochtener Rattan-Sessel passt zum Boho-Stil ebenso gut wie zu mediterranen, skandinavischen oder klassischen Einrichtungen. Auch im Wintergarten, auf einer überdachten Terrasse oder einem geschützten Balkon machen die Möbel eine gute Figur. Damit das Geflecht über viele Jahre schön und stabil bleibt, benötigt echtes Rattan allerdings etwas Pflege.

Dabei gilt: Viel hilft nicht viel. Aggressive Reiniger, reichlich Wasser oder ungeeignete Öle können dem Naturmaterial mehr schaden als nutzen. Meist reichen eine regelmäßige Reinigung, ein schonender Umgang mit Feuchtigkeit und ein geeigneter Standort aus.

Was ist Rattan eigentlich?

Echtes Rattan ist ein pflanzliches Naturmaterial. Es wird aus verschiedenen Rattanpalmen gewonnen, die vor allem in tropischen Regionen wachsen. Die langen, biegsamen Triebe beziehungsweise Stämme lassen sich zu unterschiedlichen Produkten verarbeiten. Für Möbel werden unter anderem stärkere Rattanstäbe sowie dünneres Material für das Geflecht verwendet.

Unter Wärme und Feuchtigkeit lässt sich Rattan besonders gut formen. Dadurch entstehen die typischen geflochtenen Sitzflächen, Rückenlehnen und Möbelkörper.

Häufig wird außerdem der Begriff Peddigrohr verwendet. Dabei handelt es sich um Material, das aus dem Inneren des Rattanstamms gewonnen wird und beispielsweise zum Flechten eingesetzt werden kann.

Die Begriffe Rattan- und Korbmöbel werden im Alltag häufig gleichbedeutend verwendet. Streng genommen bezeichnet „Korbmöbel“ jedoch die Herstellungsweise beziehungsweise das geflochtene Erscheinungsbild. Solche Möbel können neben Rattan beispielsweise auch aus Weide oder anderen Materialien bestehen.

Naturrattan oder Polyrattan – ein wichtiger Unterschied

Bevor Sie mit der Pflege beginnen, sollten Sie klären, aus welchem Material Ihre Möbel bestehen. Besonders bei Gartenmöbeln kann es leicht zu Verwechslungen kommen.

Naturrattan ist ein pflanzlicher Werkstoff und reagiert empfindlich auf dauerhafte Feuchtigkeit, intensive Sonneneinstrahlung und extreme Trockenheit.

Polyrattan dagegen ist ein künstlich hergestelltes Kunststoffgeflecht. Es wurde speziell für Möbel entwickelt, die häufig im Außenbereich eingesetzt werden. Die Reinigung und Pflege unterscheidet sich deshalb deutlich von der Pflege echten Rattans.

Die folgenden Hinweise beziehen sich vor allem auf Möbel aus natürlichem Rattan.

Pflegehinweise des Herstellers beachten

Rattan kann unbehandelt, gebeizt, geölt, gewachst, lackiert oder anderweitig beschichtet sein. Deshalb gibt es nicht für jedes Möbelstück eine universelle Pflegemethode.

Schauen Sie zunächst nach, ob der Hersteller Pflegehinweise mitgeliefert hat. Diese sollten Vorrang vor allgemeinen Hausmitteln haben. Insbesondere bei lackierten oder farbig behandelten Möbeln können ungeeignete Reinigungs- und Pflegemittel die Oberfläche verändern.

Testen Sie ein neues Reinigungsmittel außerdem zunächst an einer kleinen, möglichst unauffälligen Stelle.

Rattan-Möbel regelmäßig von Staub befreien

Das Geflecht ist gleichzeitig der besondere Reiz und die kleine Herausforderung von Rattan-Möbeln. Staub, Haare, Krümel und andere Verschmutzungen sammeln sich bevorzugt in den zahlreichen Zwischenräumen.

Bei Möbeln auf einem geschützten Balkon oder einer Terrasse kommen Pollen, Blütenreste, Insekten und anderer Schmutz hinzu.

Entfernen Sie lose Verschmutzungen deshalb regelmäßig. Dadurch verhindern Sie, dass sich der Schmutz dauerhaft in den Zwischenräumen festsetzt.

Für die trockene Reinigung eignen sich beispielsweise:

  • ein weiches, fusselfreies Tuch,
  • ein weicher Pinsel,
  • eine weiche Möbelbürste oder
  • ein Staubsauger mit Bürstenaufsatz.

Gerade bei filigranem oder älterem Rattan sollten Sie vorsichtig arbeiten. Zu harte Bürsten können die Oberfläche aufrauen und dünne Geflechtfasern beschädigen.

Rattan-Möbel mit dem Staubsauger reinigen

Ein Staubsauger ist für die regelmäßige Reinigung besonders praktisch. Verwenden Sie einen weichen Möbel- beziehungsweise Bürstenaufsatz und wählen Sie möglichst keine unnötig hohe Saugleistung.

Führen Sie den Aufsatz vorsichtig über das Geflecht. Anschließend können Sie schwer erreichbare Stellen mit einem weichen Pinsel bearbeiten.

Eine ausgediente weiche Zahnbürste kann bei robustem Geflecht ebenfalls nützlich sein. Arbeiten Sie damit jedoch ohne starken Druck, damit einzelne Fasern nicht beschädigt werden.

Rattan feucht reinigen – aber nicht durchnässen

Echtes Rattan sollte weder dauerhaft austrocknen noch mit Wasser durchtränkt werden. Bei der Reinigung kommt es deshalb auf das richtige Maß an.

Für eine normale Reinigung genügt häufig ein weiches, leicht angefeuchtetes Tuch. Wischen Sie die Oberflächen vorsichtig ab und achten Sie darauf, dass kein Wasser in größeren Mengen im Geflecht stehen bleibt.

Bei stärkeren Verschmutzungen können Sie eine milde Seifenlösung verwenden, sofern die Oberflächenbehandlung des Möbelstücks dies zulässt. Wringen Sie das Tuch oder den Schwamm gut aus.

Anschließend sollte das Möbelstück an einem gut belüfteten Ort vollständig trocknen können.

Warum zu viel Wasser Rattan schadet

Ein Gartenschlauch oder Hochdruckreiniger ist für Möbel aus Naturrattan keine gute Idee. Große Wassermengen können tief in das Material eindringen. Bleibt Rattan längere Zeit feucht, können Verfärbungen, Materialschäden und unter ungünstigen Bedingungen Schimmel entstehen.

Ein Hochdruckreiniger belastet zusätzlich das Geflecht mechanisch und kann Fasern sowie Oberflächenbeschichtungen beschädigen.

Stellen Sie feucht gereinigte Möbel außerdem nicht direkt an eine starke Wärmequelle, um die Trocknung zu beschleunigen. Eine langsame Trocknung bei guter Luftzirkulation ist materialschonender.

Flecken auf Rattan-Möbeln entfernen

Ein umgekipptes Getränk oder Essensreste sollten Sie möglichst schnell beseitigen. Je länger Flüssigkeiten und Schmutz auf dem Material verbleiben, desto schwieriger kann die spätere Reinigung werden.

Nehmen Sie Flüssigkeiten zunächst mit einem saugfähigen Tuch auf. Reiben Sie dabei nicht unnötig stark über die Oberfläche.

Anschließend können Sie die betroffene Stelle vorsichtig mit einem feuchten Tuch reinigen. Bei Bedarf hilft eine milde Seifenlösung.

Aggressive Haushaltsreiniger, Scheuermittel, Lösungsmittel und harte Reinigungsschwämme sollten Sie vermeiden. Sie können die Oberfläche angreifen oder Verfärbungen verursachen.

Brauchen Rattan-Möbel spezielle Pflegemittel?

Nicht jedes Rattan-Möbel benötigt regelmäßig Öl, Wachs oder andere Spezialprodukte. Entscheidend ist, wie die Oberfläche ursprünglich behandelt wurde.

Für Rattan werden im Handel spezielle Pflegeprodukte angeboten. Sie können je nach Produkt dazu dienen, Oberflächen zu schützen oder das Erscheinungsbild aufzufrischen. Verwenden Sie jedoch nur Mittel, die ausdrücklich für die jeweilige Rattanoberfläche geeignet sind.

Bei lackierten Möbeln kann eine Ölbehandlung beispielsweise ungeeignet sein, da das Öl aufgrund der Beschichtung nicht wie bei einer unbehandelten Oberfläche einziehen kann.

Hausmittel sollten Sie ebenfalls nicht ungeprüft einsetzen. Natürliche Materialien reagieren unterschiedlich auf Säuren, Öle, Salze und Reinigungsmittel. Was bei einem unbehandelten Möbelstück funktioniert, kann eine andere Oberflächenbeschichtung beschädigen.

Rattan vor starker Hitze und trockener Heizungsluft schützen

Naturrattan reagiert auf sein Umgebungsklima. Steht ein Rattan-Sessel dauerhaft unmittelbar neben einem Heizkörper, Kamin oder Ofen, kann das Material stark austrocknen. Es verliert dadurch an Elastizität und kann mit der Zeit spröde werden.

Ein gewisser Abstand zu starken Wärmequellen ist daher empfehlenswert.

Das gelegentliche Knarren eines Rattan-Möbels muss übrigens nicht automatisch bedeuten, dass es beschädigt ist. Bei älteren Möbelstücken sollten Sie auffällige Geräusche dennoch zum Anlass nehmen, das Geflecht und die Verbindungen genauer anzusehen.

Entdecken Sie gebrochene oder gelöste Rattanstränge, sollten diese möglichst repariert werden, bevor sich die Beschädigung vergrößert.

Rattan-Möbel vor direkter Sonne schützen

Nicht nur Feuchtigkeit und trockene Heizungsluft können dem Naturmaterial zusetzen. Auch intensive UV-Strahlung kann Rattan und seine Oberflächenbehandlung mit der Zeit verändern.

Das Material kann ausbleichen, und bei dauerhaft ungünstigen Bedingungen können die Fasern altern und spröder werden.

Besonders Wintergärten sind dabei nicht zu unterschätzen. Durch große Glasflächen kann über viele Stunden intensive Sonneneinstrahlung auf die Möbel treffen.

Ein schattiger oder zumindest zeitweise geschützter Standort trägt dazu bei, die ursprüngliche Optik länger zu erhalten.

Rattan-Möbel im Freien richtig pflegen

Ein Rattan-Sessel auf der Terrasse sieht wunderbar sommerlich aus. Trotzdem ist Naturrattan nur eingeschränkt für einen dauerhaft ungeschützten Standort im Freien geeignet.

Regen, hohe Luftfeuchtigkeit, starke Temperaturschwankungen und intensive UV-Strahlung belasten das Naturmaterial. Ideal ist deshalb eine überdachte und gut belüftete Terrasse oder ein geschützter Balkon.

Bei schönem Wetter können Sie geeignete Rattan-Möbel selbstverständlich ins Freie stellen. Lassen Sie sie aber nicht unnötig lange im Regen stehen.

Wer Gartenmöbel sucht, die während der Saison dauerhaft draußen bleiben sollen, ist mit dafür vorgesehenen Outdoor-Materialien wie hochwertigem Polyrattan häufig besser beraten.

Rattan-Gartenmöbel vor Regen schützen

Werden Ihre Rattan-Möbel unerwartet nass, sollten sie anschließend möglichst schnell an einen trockenen und gut belüfteten Platz gebracht werden.

Vermeiden Sie es, feuchte Möbel sofort luftdicht mit einer Kunststoffplane abzudecken. Unter einer schlecht belüfteten Abdeckung kann sich Feuchtigkeit sammeln.

Wenn Sie eine Schutzhülle verwenden, sollte diese für den vorgesehenen Einsatzzweck geeignet sein und eine ausreichende Belüftung ermöglichen.

Was tun bei Schimmel auf Rattan?

Schimmel ist bei Naturrattan ein Warnsignal. Er weist meist darauf hin, dass das Möbelstück längere Zeit zu feucht stand oder nicht ausreichend trocknen konnte.

Oberflächliche Verunreinigungen sollten möglichst frühzeitig beseitigt und die Ursache für die Feuchtigkeit behoben werden. Bei starkem oder tief sitzendem Schimmelbefall kann eine professionelle Reinigung beziehungsweise Aufarbeitung sinnvoll sein.

Vor allem sollten Sie ein befallenes Möbelstück nicht einfach neu lackieren. Die Ursache muss zunächst beseitigt und das Material vollständig getrocknet werden.

Rattan-Möbel richtig überwintern

Naturrattan-Möbel sollten den Winter möglichst nicht ungeschützt auf Terrasse oder Balkon verbringen. Ein trockener, frostgeschützter und gut belüfteter Raum ist die bessere Wahl.

Bevor Sie die Möbel einlagern, reinigen Sie sie gründlich und lassen Sie sie vollständig trocknen. Entfernen Sie auch Sitzkissen und Polster. Diese sollten ebenfalls trocken und möglichst separat gelagert werden.

Ein feuchter Keller ist für die Überwinterung weniger geeignet. Die dauerhaft hohe Luftfeuchtigkeit kann Schimmel und andere Schäden begünstigen.

Kleine Schäden frühzeitig reparieren

Kontrollieren Sie Ihre Rattan-Möbel bei der Reinigung gelegentlich genauer. Besonders beansprucht werden Sitzflächen, Armlehnen, Kanten und Verbindungsstellen.

Stehen einzelne Enden aus dem Geflecht heraus oder haben sich Verbindungen gelöst, sollten Sie nicht daran ziehen oder sie einfach abschneiden. Dadurch kann sich das Geflecht weiter lösen.

Kleinere Schäden lassen sich teilweise reparieren. Bei wertvollen, antiken oder stark beschädigten Rattan-Möbeln empfiehlt sich jedoch ein Fachbetrieb für Korbmöbel beziehungsweise eine entsprechende Möbelrestaurierung.

Rattan-Möbel pflegen: Weniger ist häufig mehr

Rattan ist zwar ein Naturmaterial, benötigt aber keine komplizierte Dauerpflege. Viel wichtiger als ständig neue Pflegeprodukte aufzutragen, sind regelmäßiges Entstauben und ein geeigneter Standort.

Vermeiden Sie dauerhaft starke Sonneneinstrahlung, extreme Hitze und vor allem anhaltende Nässe. Für die normale Reinigung reichen meist ein weicher Bürstenaufsatz, ein leicht feuchtes Tuch und bei Bedarf eine milde Reinigungslösung.

Besonders bei Gartenmöbeln lohnt sich außerdem ein genauer Blick auf das Material. Echtes Rattan und Polyrattan sehen sich auf den ersten Blick ähnlich, stellen an Pflege und Standort jedoch völlig unterschiedliche Anforderungen.

Wenn Sie Ihre Rattan-Möbel schonend reinigen und vor ungünstigen Witterungseinflüssen schützen, können Stühle, Sessel, Tische und andere Korbmöbel viele Jahre ihren natürlichen Charme behalten.

Rattan-Möbel pflegen: Das Wichtigste in Kürze

Rattan-Möbel sollten regelmäßig mit einer weichen Bürste oder einem Staubsauger mit Bürstenaufsatz von Staub und Krümeln befreit werden. Für eine gründlichere Reinigung von Naturrattan genügt meist ein leicht feuchtes Tuch. Starke Nässe, aggressive Reiniger, große Hitze und dauerhafte direkte Sonneneinstrahlung sollten Sie vermeiden. Besonders wichtig ist der Unterschied zwischen Naturrattan und Polyrattan: Während Naturrattan empfindlich auf Feuchtigkeit und Witterung reagiert, ist Polyrattan als Kunststoffgeflecht wesentlich unempfindlicher und für den Außenbereich besser geeignet.

Naturrattan richtig reinigen – Schritt für Schritt

Wenn Sie Ihre Rattan-Möbel reinigen möchten, beginnen Sie immer mit einer trockenen Reinigung. Saugen Sie Staub, Haare und Krümel vorsichtig mit einem weichen Bürstenaufsatz ab. Schwer zugängliche Zwischenräume können Sie mit einem weichen Pinsel säubern.

Anschließend wischen Sie das Geflecht bei Bedarf mit einem gut ausgewrungenen, feuchten Tuch ab. Bei stärkeren Verschmutzungen kann eine milde Seifenlösung helfen, sofern sie für die Oberflächenbehandlung des Möbelstücks geeignet ist.

Wichtig ist, dass das Rattan anschließend vollständig trocknet. Stellen Sie das Möbelstück dafür an einen gut belüfteten Platz. Heizkörper, Heizlüfter oder andere starke Wärmequellen sind zum schnellen Trocknen ungeeignet.

Rattan-Möbel auffrischen – was hilft bei älteren Möbeln?

Ältere Rattan-Möbel müssen nicht gleich entsorgt werden, nur weil das Geflecht etwas stumpf oder trocken aussieht. Zunächst sollten Sie das Möbelstück gründlich, aber schonend reinigen. Danach lässt sich beurteilen, ob lediglich Verschmutzungen vorlagen oder die Oberfläche tatsächlich aufgearbeitet werden muss.

Ob Sie Rattan ölen, wachsen, lackieren oder mit einem speziellen Pflegeprodukt behandeln können, hängt von der vorhandenen Oberfläche ab. Lackiertes Rattan benötigt eine andere Behandlung als unbehandeltes oder bereits geöltes Material.

Bei älteren Korbmöbeln lohnt sich deshalb zunächst eine genaue Prüfung. Brüchige Fasern, lose Verbindungen oder beschädigte Geflechtbereiche sollten repariert werden, bevor eine neue Oberflächenbehandlung erfolgt.

Kann man Rattan ölen?

Nicht jedes Rattan-Möbel sollte geölt werden. Bei unbehandeltem oder entsprechend vorbehandeltem Naturrattan können geeignete Pflegeprodukte infrage kommen. Lackierte oder versiegelte Oberflächen nehmen Öl dagegen kaum beziehungsweise nicht gleichmäßig auf.

Verwenden Sie deshalb nicht wahllos Leinöl, Speiseöl oder andere Hausmittel. Entscheidend sind die Oberflächenbehandlung und die Pflegehinweise des Herstellers.

Welche Fehler sollten Sie bei der Rattan-Pflege vermeiden?

Viele Schäden entstehen nicht durch mangelnde Pflege, sondern durch eine zu intensive oder ungeeignete Behandlung. Besonders problematisch sind dauerhaft hohe Feuchtigkeit und starke mechanische Belastungen des Geflechts.

Vermeiden Sie deshalb insbesondere Hochdruckreiniger, harte Scheuerbürsten, aggressive Haushaltsreiniger und ein vollständiges Durchnässen von Naturrattan. Stellen Sie die Möbel außerdem nicht dauerhaft direkt an Heizkörper, Öfen oder andere starke Wärmequellen.

Auch eine dauerhafte Lagerung unter einer schlecht belüfteten Kunststoffabdeckung kann problematisch sein. Sammelt sich darunter Feuchtigkeit, entstehen Bedingungen, die Schimmel und Materialschäden begünstigen können.

Rattan oder Polyrattan: Welche Pflege ist notwendig?

Eigenschaft Naturrattan Polyrattan
Material pflanzliches Naturmaterial Kunststoffgeflecht
Reinigung vorsichtig und möglichst mit wenig Wasser meist unkomplizierter
Dauerhafte Nässe vermeiden deutlich unempfindlicher
Direkte Sonne möglichst reduzieren je nach Qualität UV-beständiger
Hochdruckreiniger nicht empfehlenswert ebenfalls nur nach Herstellerangaben
Verwendung draußen vorzugsweise geschützt für Outdoor-Möbel üblich
Überwinterung trocken und geschützt abhängig von Möbel und Hersteller
Pflegeprodukte abhängig von Oberflächenbehandlung meist keine klassische Rattan-Pflege erforderlich

 

Gerade beim Kauf oder bei der Reinigung älterer Gartenmöbel sollten Sie zunächst feststellen, ob es sich tatsächlich um Naturrattan handelt. Viele moderne „Rattan-Gartenmöbel“ bestehen in Wirklichkeit aus Polyrattan.

FAQ: Häufige Fragen zur Pflege von Rattan-Möbeln

Wie pflegt man Rattan-Möbel richtig?

Rattan-Möbel werden regelmäßig von Staub und losem Schmutz befreit und bei Bedarf mit einem leicht feuchten Tuch gereinigt. Naturrattan sollte weder dauerhaft nass werden noch unmittelbar neben starken Wärmequellen stehen. Bei Pflegeprodukten müssen Sie die jeweilige Oberflächenbehandlung beachten.

Kann man Rattan mit Wasser reinigen?

Ja, Naturrattan kann vorsichtig feucht gereinigt werden. Verwenden Sie jedoch nur wenig Wasser und durchnässen Sie das Geflecht nicht. Nach der Reinigung sollte das Möbelstück an einem gut belüfteten Ort vollständig trocknen.

Wie bekommt man Rattan wieder schön?

Beginnen Sie mit einer gründlichen trockenen und anschließend gegebenenfalls leicht feuchten Reinigung. Wirkt die Oberfläche danach weiterhin stumpf oder beschädigt, kann abhängig von der vorhandenen Oberflächenbehandlung eine geeignete Rattan-Pflege oder Aufarbeitung infrage kommen. Beschädigte Geflechtbereiche sollten vorher repariert werden.

Kann man Rattan-Möbel mit Leinöl behandeln?

Leinöl sollte nicht pauschal für jedes Rattan-Möbel verwendet werden. Ob eine Ölbehandlung geeignet ist, hängt unter anderem davon ab, ob das Rattan unbehandelt, geölt, gewachst oder lackiert wurde. Beachten Sie deshalb die Herstellerangaben und testen Sie Pflegeprodukte zunächst an einer unauffälligen Stelle.

Dürfen Rattan-Möbel im Regen stehen?

Naturrattan sollte nicht dauerhaft Regen und Feuchtigkeit ausgesetzt werden. Für den Außenbereich empfiehlt sich ein überdachter und gut belüfteter Standort. Werden die Möbel nass, sollten sie anschließend vollständig trocknen können. Für dauerhaft im Freien stehende Gartenmöbel ist Polyrattan meist besser geeignet.

Wie überwintert man Rattan-Möbel?

Naturrattan-Möbel überwintern am besten trocken, geschützt und gut belüftet. Reinigen Sie die Möbel vor dem Einlagern und achten Sie darauf, dass das Geflecht vollständig trocken ist. Ein feuchter Keller ist als Winterquartier weniger geeignet.

Was ist der Unterschied zwischen Rattan und Polyrattan?

Rattan ist ein pflanzliches Naturmaterial, während Polyrattan aus Kunststoff hergestellt wird. Naturrattan reagiert empfindlicher auf dauerhafte Feuchtigkeit und Witterung. Polyrattan wurde dagegen insbesondere für robuste Möbel und den Einsatz im Außenbereich entwickelt.

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